Sigi Abrell - Reiten lernen. Ohne Wenn und Aber.
Leichttraben - ruhige Hand und ruhiger Schenkel.
Reiter, vor allem angehende, können ein Lied davon singen: Die Hände machen bisweilen was sie wollen. Die Feinwerkzeuge am Ende des Unterarms, die man im nichtreiterlichern Leben für alle möglichen Arbeiten gebrauchen kann, entwickeln auf dem Pferd ein unerwünschtes Eigenleben.
So beim Leichttraben, wenn die Reiterhände resp. der Unterarm die gewünschte Unabhängigkeit von den Körperbewegungen vermissen lassen und munter im Takt auf und ab wippen. Viele reiter versuchen nun krampfhaft, die hände ruhig zu halten, was den Effekt aber meist verstärkt - eben wegen der krampfhaften Bemühungen.
Hier nun mein Tip für die ruhige Hand:
Die Hände so vor den Bauch stellen, daß Handrücken und Unterarm eine(!) Ebene bilden und den Daumen, wie es sich gehört, dachförmig auf den Zügel legen, welcher auf dem mittleren Gelenk des Zeigefingers liegt. Die Hand neigt sich leicht(!) nach innen, so daß sich die Daumen näher sind als die kleinen Finger. Gut, soweit kennen wir das ja ;)
Nun läßt der Reiter beim Aufstehen im Leichttraben die Hände leicht(!) sinken und hebt sie beim Einsitzen leicht an. Das wars.
Mit ein bißchen Übung läßt sich der kleine "Bewegungstrick" geschmeidig ausführen und man kommt man so dem "Zauberhändchen" wieder ein bißchen näher.
Und weil ich schon mal dabei bin, gibts auch gleich den gerne vergessenen Workaround für die Schenkel dazu.
Wenn der Reiter beim Leichttraben auf dem inneren Hinterbein beim Aufstehen den inneren Hacken/Absatz entspannt durchwippen läßt - richtig, auf ein lockeres Fußgelenk sollte man dabei Wert legen - bleibt der Schenkel dort liegen, wo er liegen soll. Sinngemäß gilt das für den äußeren Hacken/Absatz beim Einsitzen. Wenn der Reiter nun jeweils beim Durchwippen lassen des Absatzes die Fußspitzen leicht(!!) nach außen dreht, erwischt das Pferd auch noch zeitgenau die treibende Schenkelhilfe. So bleiben die Schenkel, nach ein bißchen Übung, ruhig am jeweils wegschwingenden Pferderumpf liegen.
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